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Wie die Zeit vergangen ist

Durch einen dummen Zufall habe ich gestern entdeckt, dass mein Blog noch existiert. Wahnsinn, nach fünfeinhalb Jahren, denn da war der letzte Eintrag.

Was ist inzwischen alles passiert? Eine ganze Menge.
Es hat noch fast ein ganzes Jahr gedauert, bis ich aus der damaligen Firma weg konnte. Ich bin dann wieder in die Medien zurückgekehrt, mit relativ gutem Gehalt und guten Aufgaben. Den tollen Nebenjob bei meinem alten Arbeitgeber verlor ich dann 2009 - wieder wegen Einsparungen und ich bin bis heute nicht wieder dorthin zurückgekehrt.

Das Ende vom Lied war aber, als ich etwas zur Ruhe gekommen bin, hat es mich psychisch total umgenietet: Burn Out, von dem ich mich bis heute nicht mehr so richtig erholt habe. Ich bin seit längerer Zeit wegen Depressionen in Behandlung. Meine Freunde und Bekannte habe ich seit damals eigentlich alle verloren, zum einen natürlich wegen der Arbeitszeiten damals und dann, weil ich mich selbst auch total zurückgezogen hatte.

Die ganzen Nachwehen dieser Zeit (ich fand es unglaublich wie ich das alles durchgehalten habe damals), spüre ich heute noch. Ein Nebenjob wäre heute undenkbar. Den nächsten Job war ich dann auch nach drei Jahren wieder los, weil das Produkt, welches wir hergestellt hatten, eingestellt wurde, ich wurde dann aber an anderer Stelle eingesetzt. Ich bin heute in einem Verlag tätig und todunglücklich mit meinem Job, aber welche Wahl habe ich? Ich bewerbe mich zwar ab und an, aber jetzt bin ich mitte 40 und die Absagen kommen schneller als ich "papp" sagen kann.

Nun ja, ich will nicht jammern, das Gehalt ist ganz okay, die Arbeitszeiten auch, die Chefs unerträglich, aber das ist noch zu schaffen. Mal schauen, was die Zeit noch bringt.
10.9.12 19:01


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Amt ohne Würden

Ein dreiviertel Jahr hab ich diese Blog jetzt schleifen lasen...oh weia.
Aber da war viel privater Mist, viel Stress und ...vielleicht hatte ich auch nicht das Bedürfnis meine Sorgen los zu werden, obwohl ich davon eine Menge habe - was den Job betrifft.

Wenn ich hier zurück lese, erinnere ich mich schon wie das war ohne Job. Und wie froh ich war dann einen zu haben.
Mittlerweile ist das Ganze zu einem solchen Alptraum ausgeartet, dass ich endlich was unternehmen muss.

Leitende Funktion...ha ha, ich lach mich schlapp. Weder bekomme ich das Geld dafür, noch wird es in irgendeiner Weise gewürdigt. Ich bin nur noch der Prellbock zwischen meinem Chef und den Angestellten...König und Untertanen würde besser passen.

"Frau Sowieso, sagen dem Herrn Soundso mal, dass er das bleiben lassen soll"... "Frau Sowieso, Frau Soundso steht rum, gehen Sie da mal hin" ... "Frau Sowieso, Herr Soundso soll mal seinen Arbeitsplatz ordnen".
Ich komme mir vor wie ein Depp. Alles negative darf ich den Leuten mitteilen, ist ja wurscht, ob die dann auf mich los gehen.

Ich habe gewagt einmal aufzumucken und hätte gerne schriftlich gehabt, was dennn nun meine Aufgaben sind. Welche Rechte und Pflichten ich habe. Eine sogenannte Arbeitsplatzbeschreibung. Die wurde mir verweigert. Ich glaube es nicht. Danach wurde es nur noch übler.

Die Woche hat es mich dann umgenietet. Ich konnte körperlich uns psychisch nicht mehr.
Da nirgendwo schriftlich festghehalten ist, dass ich eine "Leitung" habe, werde ich meinem Chef mitteilen, dass ich ab sofort keine "Leitung" mehr mache.

Und jetzt muss ich mich mal auf den Allerwertesten setzen und schauen, ob nicht woanders was geht.
Hab die Schnauze echt voll.
26.2.07 11:51


Heute ist wieder einer dieser Tage....

...die ich kaum ertrage.
Ich bin sowas von am Ende.
Was ist das für eine (Berufs)Welt?

Unser GF war heute im Haus. Das ist er gaaanz selten.
Mein direkter Vorgesetzter ist zur Zeit im Urlaub.
Und ich durfte antanzen.
Die Firma läuft nicht so, wie sich die GL das vorgestellt hat.
Zu viele Fehler.
Nun, ich habe da vor 1 1/2 Jahren als Produktionshilfe angefangen und weil ich so gut organisieren kann und ja auch nicht doof bin, hat man mich so allmählich zur Abteilungsleitung degradiert - oder besser gesagt zum Deppen vom Dienst.

Da ja grundsätzlich alles was unangenehm ist auf mich abgewälzt wird, durfte ich mich heute der Frage stellen: "Nun Frau XY, was ist denn los in der Produktion?"
Gottseidank war ich bezüglich des Gespärchs schon vorgewarnt worden und hatte mir ein paar Punkte aufgeschrieben.

Ich muss zwischendurch einwerfen, dass bei uns die Hölle los ist. Bis zu 13 Stunden Arbeit am Tag sind normal (bei Teilzeitverträgen wohlgemerkt).
Das die Leute nach so langer Zeit am Ende sind, sich nicht mehr konzentrierren können und Fehler machen, liegt ja wohl auf der Hand. Ich kann mir aber den Mund fusselig reden, ich bekomme kein weiteres Personal. Mein direkter Vorgesetzter hat nie mal mehr als 5 Minuten zwischen Tür und Angel Zeit für mich.

Ich also meine Punkte runtergeleiert, wo´s hakt, ohne meinen Vorgesetzten in den Rücken zu fallen. Da habe ich lieber den Mund gehalten.. Und dann kam nur : "Ich bin sehr sehr unzufrieden, die Fehlerqoute ist zu hoch, sagen Sie mir, wenn wir alles rausschmeißen sollen, wir können uns keine schlechten Leute mehr leisten, Sie sind verantwortlich, also schauen Sie, dass Sie das auf die Reihe kriegen, denken Sie an unser Image...bla bla bla."

Jetzt habe ich die ehrenvolle Aufgabe bekommen, den Leuten Feuer unterm A... zu machen. Ihnen zu drohen dass sie kontrolliert werden und fliegen wenn sie weiter Fehler machen.
Auf gut Deutsch: Ich durfte die Mitarbeiter richtig demotivieren.

Und wenn sichs nicht bessert? Dann rollt vielleicht auch mein Kopf - weil ich als Leitung versagt habe oder so ähnlich.

Lieber GF, ich wollte diesen Leiter-Mist nie machen, Ihr habt hab mich da hinein bugsiert und wenn ich keine weiteren Leute kriege, kriege auch das Problem nicht in Griff. Ich habe ja noch einen Leiter-Kollegen, aber dem ist momentan alles egal und er hat die Ruhe weg und am Ende bleibts doch an mir hängen.

Meine Güte, ich wünsche mich auf eine einsame Insel.

Tja und dann habe ich doch vorm Arbeitsamt das erste Mal seit 2004 ein Stellenangebot zugeschickt bekommen.
Eine Redakteurin wird gesucht, juchhei.
Habe mir das Angebot im Net jetzt mal angeschaut.
Leutz, ich habe weder Ahnung von Architektur, noch kann ich fließend italienisch.
Seid Ihr blöde?

Ich sag doch...heut´ist wieder einer dieser Tage....
13.7.06 21:30


Ich werde untreu


Herrjeh, meine Einträge werden auch immer spärlicher.
Momentan liegts aber auch am schönen Wetter, da hab ich nicht so viel Lust auf Internet.
Und Abends bin ich meist viel zu kaputt.

Nun ja, geändert hat sich eigentlich gar nichts - es ist sogar schlimmer geworden.
Diese Firma ist eine Katastrophe.
Da gehen Sachen ab, die glaubt einem keiner.
Und weiterhin diese Unorganisation.
Meine Verantwortung wird immer mehr, aber nicht im positiven Sinne. Würde eher mal sagen, alles wird auf mich abgewälzt.
Keine Bewerbungen mehr geschrieben seit September letzten Jahres.
Keine Stellen gefunden auf die ich mich bewerben könnte.
Keine Zeit mehr für Privatleben.
Job, Job, Job.
Wenn ich Feierabend habe, setze ich mich ins Auto und sage ganz laut: "Amen, wieder ein Tag geschafft.".
Wieviele Tage werde ich noch schaffen?
Ich weiß es nicht.
13.6.06 22:06


Dahinplätschern, aber die Nerven....

So, seit langem mal wieder ein Eintrag.
Es hat sich nicht allzuviel geändert. Im Gegenteil, die Situation in der Firma wird immer unerträglicher.
Wie gehe ich damit um?
Anfangs habe ich mich noch über jeden Mist aufgeregt, jetzt halte ich lieber den Mund und denk mir: " lass gut sein."
Die Stimmung ist bei allen weit im Keller.
Die Mitarbeiter dort werden ausgenommen bis zum geht nicht mehr.
Aber alle schlucken, weil sie Angst haben ihren Arbeitsplatz zu verlieren - denn wer aufmuckt fliegt.

Ich für meinen Teil bin momentan am überlegen, wie ich mich bei meinen Arbeitszeiten irgendwie weiterbilden könnte.
Ab und an sehe ich eine Stellenanzeige (nicht in meiner alten Branche), die interessant wäre, aber ich traue mich einfach nicht mich zu bewerben. Da sind so viele Lücken.
Excel bringe ich mir gerade selber bei (nein, das habe ich nie gelernt und früher auch nie gebraucht).
Ansonsten kann ich zwar eine ganze Menge (mein Lebenslauf zeigt, wie oft ich mich in verscheidene Tätigkeiten eingearbeitet habe, was ja auch positiv ist), aber mir fehlt der Mut.
Dabei will ich so schnell wie möglich aus dieser Firma raus!

Der Nebenjob läuft weiter ganz prima. Man lässt mich einfach machen, gefällt mir gut.

Kopfzermürben, wie ich es anstellen könnte.
5.4.06 11:16


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